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Verbraucherzentrale sieht wachsende Gefahren durch Glücksspiele

Verbraucherzentrale sieht wachsende Gefahren durch Glücksspiele

Die Angebote nehmen zu Die Angebote am Markt der Glücksspiele werden ständig erweitert. Ob es um Automatenspiele, Lotto, Superenalotto, Rubbellose und Renner wie „Win for Life“ oder „Turista per sempre“ geht oder um Onlinewetten, um Pokern in virtuellen Spielbanken oder Roulette im Internet, der Angebotsvielfalt sind mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt. Auf Druck der EU hat Italien nunmehr auch seinen Widerstand gegen (ausländische) Online-Glücksspiele aufgegeben. Und gerade die Online-SpielerInnen seien einer besonders großen Gefahr ausgesetzt spielsüchtig zu werden, meint ein Bericht über Glücksspiele des Europaparlaments. Die Gefahren des Glücksspiels Glücksspiele sind dann gefährlich wenn sie: - eine schnelle Spielabfolge mit schneller Gewinn- und Verlustentscheidung haben (Automatenspiele dauern oft nur wenige Sekunden) - bei den SpielerInnen das Gefühl wecken, den Spielverlauf steuern zu können (durch Stopp-Tasten, durch eigene Fähigkeiten beim Pokern, durch Systemspiele beim Lotto usw.). Glücksspiel sind immer vom Zufall abhängig, der Spielausgang kann nicht kontrolliert werden. - mit entsprechenden Anreizen in einem breiten Spektrum angeboten werden (Massenmedien, Tabaktrafik, Zeitungskiosk, andere Kioske, Spielhallen und bei Tag und Nacht im Internet) - mit „Fast-Gewinnen“ den Eindruck erwecken, der Gewinn stehe kurz bevor - wenn sie mit „versteckten“ Geldeinsätzen arbeiten (Jetons, virtuelle Punkte im Internet oder geringe Centbeträge verschleiern die wahren Geldwerte). Suchtpotential wird unterschätzt Das Glücksspiel „Gratta e vinci“ ist für Minderjährige verboten. Bei einer spontanen Erhebung durch einen 14-jährigen Probanden der VZS wurde diesem von 17 besuchten Verkaufsstellen nur in 2 (12%) der Verkauf verwehrt, bei den restlichen 15 Stellen (88%) gab es keine Probleme an die Rubbellose heranzukommen. Ein eindeutiger Gesetzesverstoß; auf den Losen selbst gibt es aber auch keinen Hinweis darauf. Hier wäscht anscheinend eine Hand die andere, der Spielerschutz bleibt auf der Strecke und die beträchtlichen Gefahren vor allem für Minderjährige werden einfach ignoriert. Die Sicht der VZS Die Verbraucherzentrale sieht in einem – wenn auch unter einem staatlichen Monopol stehenden – Glückspiel-Wettbewerbsmarkt mit raschen Produktzyklen und Gewinnmaximierung für die Betreiber (Staat) wachsende Gefahren. „Familien haben zusehends mit Schwierigkeiten durch diese „neue“ soziale Plage zu kämpfen, das hat auch damit zu tun, dass SpielerInnen in Italien in die Irre geführt werden und ungenügend geschützt sind. Die Spielsucht von SpielerInnen hat zur Folge, dass es bei vielen Familien der Spielsüchtigen zu finanziellem Elend führt, es zu Trennungen kommt und somit viele Familien, aber auch persönliche Existenzen zerstört werden. Für uns als Verbraucherschützer ist es daher unverständlich, dass die politischen Vertreter untätig bleiben“ meint dazu der Vorsitzende der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS), Maurizio Albrigo. “Glücksspiele sind kein beliebiges Produkt, sie sind eine besonders sensibel zu handhabende Dienstleistung. Da Selbstbeschränkungen wie das völlig harmlose „Gioco sicuro“ überhaupt nicht funktionieren, ist die Politik aufgefordert, konkrete Maßnahmen zu Spielerschutz und Suchtbekämpfung zu ergreifen und außerdem auf bessere Alterskontrollen und Maßnahmen gegen die Manipulation von Sportwettkämpfen und andere Arten des Wettbetrugs zu setzen.“ ergänzt der VZS-Geschäftsführer Walther Andreaus. Eingaben gegen die Glückspielbetreiber und bei den Parlamentsfraktionen Aufgrund von zahlreichen Anfragen möchte die VZS mit einer Eingabe bei der Aufsichtsbehörde für Wettbewerb und Markt (Antitrustbehörde) und den Parlamentsfraktionen den VerbraucherInnen zu mehr Transparenz am Glücksspielmarkt verhelfen. Es ist laut Eingabe vor allem irreführend den Höchstgewinn eines Glücksspiels zu bewerben ohne unmittelbar auf dem Werbeträger über die Wahrscheinlichkeit von Gewinn und Verlust aufzuklären.

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Die Angebote nehmen zu Die Angebote am Markt der Glücksspiele werden ständig erweitert. Ob es um Automatenspiele, Lotto, Superenalotto, Rubbellose und Renner wie „Win for Life“ oder „Turista per sempre“ geht oder um Onlinewetten, um Pokern in virtuellen Spielbanken oder Roulette im Internet, der Angebotsvielfalt sind mittlerweile keine Grenzen mehr gesetzt. Auf Druck der EU hat Italien nunmehr auch seinen Widerstand gegen (ausländische) Online-Glücksspiele aufgegeben. Und gerade die Online-SpielerInnen seien einer besonders großen Gefahr ausgesetzt spielsüchtig zu werden, meint ein Bericht über Glücksspiele des Europaparlaments. Die Gefahren des Glücksspiels Glücksspiele sind dann gefährlich wenn sie: - eine schnelle Spielabfolge mit schneller Gewinn- und Verlustentscheidung haben (Automatenspiele dauern oft nur wenige Sekunden) - bei den SpielerInnen das Gefühl wecken, den Spielverlauf steuern zu können (durch Stopp-Tasten, durch eigene Fähigkeiten beim Pokern, durch Systemspiele beim Lotto usw.). Glücksspiel sind immer vom Zufall abhängig, der Spielausgang kann nicht kontrolliert werden. - mit entsprechenden Anreizen in einem breiten Spektrum angeboten werden (Massenmedien, Tabaktrafik, Zeitungskiosk, andere Kioske, Spielhallen und bei Tag und Nacht im Internet) - mit „Fast-Gewinnen“ den Eindruck erwecken, der Gewinn stehe kurz bevor - wenn sie mit „versteckten“ Geldeinsätzen arbeiten (Jetons, virtuelle Punkte im Internet oder geringe Centbeträge verschleiern die wahren Geldwerte). Suchtpotential wird unterschätzt Das Glücksspiel „Gratta e vinci“ ist für Minderjährige verboten. Bei einer spontanen Erhebung durch einen 14-jährigen Probanden der VZS wurde diesem von 17 besuchten Verkaufsstellen nur in 2 (12%) der Verkauf verwehrt, bei den restlichen 15 Stellen (88%) gab es keine Probleme an die Rubbellose heranzukommen. Ein eindeutiger Gesetzesverstoß; auf den Losen selbst gibt es aber auch keinen Hinweis darauf. Hier wäscht anscheinend eine Hand die andere, der Spielerschutz bleibt auf der Strecke und die beträchtlichen Gefahren vor allem für Minderjährige werden einfach ignoriert. Die Sicht der VZS Die Verbraucherzentrale sieht in einem – wenn auch unter einem staatlichen Monopol stehenden – Glückspiel-Wettbewerbsmarkt mit raschen Produktzyklen und Gewinnmaximierung für die Betreiber (Staat) wachsende Gefahren. „Familien haben zusehends mit Schwierigkeiten durch diese „neue“ soziale Plage zu kämpfen, das hat auch damit zu tun, dass SpielerInnen in Italien in die Irre geführt werden und ungenügend geschützt sind. Die Spielsucht von SpielerInnen hat zur Folge, dass es bei vielen Familien der Spielsüchtigen zu finanziellem Elend führt, es zu Trennungen kommt und somit viele Familien, aber auch persönliche Existenzen zerstört werden. Für uns als Verbraucherschützer ist es daher unverständlich, dass die politischen Vertreter untätig bleiben“ meint dazu der Vorsitzende der Verbraucherzentrale Südtirol (VZS), Maurizio Albrigo. “Glücksspiele sind kein beliebiges Produkt, sie sind eine besonders sensibel zu handhabende Dienstleistung. Da Selbstbeschränkungen wie das völlig harmlose „Gioco sicuro“ überhaupt nicht funktionieren, ist die Politik aufgefordert, konkrete Maßnahmen zu Spielerschutz und Suchtbekämpfung zu ergreifen und außerdem auf bessere Alterskontrollen und Maßnahmen gegen die Manipulation von Sportwettkämpfen und andere Arten des Wettbetrugs zu setzen.“ ergänzt der VZS-Geschäftsführer Walther Andreaus. Eingaben gegen die Glückspielbetreiber und bei den Parlamentsfraktionen Aufgrund von zahlreichen Anfragen möchte die VZS mit einer Eingabe bei der Aufsichtsbehörde für Wettbewerb und Markt (Antitrustbehörde) und den Parlamentsfraktionen den VerbraucherInnen zu mehr Transparenz am Glücksspielmarkt verhelfen. Es ist laut Eingabe vor allem irreführend den Höchstgewinn eines Glücksspiels zu bewerben ohne unmittelbar auf dem Werbeträger über die Wahrscheinlichkeit von Gewinn und Verlust aufzuklären.

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